Immobilienportfoliomanagement

Die Sonderstellung der Immobilie

Eine Vielfalt spezifischer Eigenschaften verdeutlicht die Sonderstellung der Immobilie gegenüber anderen Assetklassen. Die Immobilie ist von physischer Substanz. Sie dient, anders als beispielsweise Gold, der Erfüllung fundamentaler menschlicher Bedürfnisse: dem Wohnen, Arbeiten, Einkaufen oder Lagern. Als Investment zeichnet sie sich durch vergleichsweise stabile und damit planbare Zahlungsströme aus. Mieteinnahmen von Immobilien sind durch Wertanpassungsklauseln in der Regel inflationsgeschützt. Ihre Nutzungsdauer macht die Immobilie zu einem der langlebigsten Wirtschaftsgüter.

Während Grund und Boden normalerweise eine zeitlich unbegrenzte Ressource darstellen, wird bei Gebäuden zwischen einer technischen und einer ökonomischen Nutzungsdauer unterschieden. Als Handelsgut gelten Immobilien aufgrund ihrer Einzigartigkeit, ihrer Standortgebundenheit, ihrer hohen Transaktionskosten und ihrer Investmentvolumina als vergleichsweise illiquide. Die Märkte sind durch relativ große Intransparenz, Heterogenität und hohe Markteintrittsbarrieren gekennzeichnet. Daher erfordern Immobilieninvestments fast immer einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont. Darüber hinaus ist die Immobilie in unterschiedlichen „Verpackungen“ verfügbar, die eigenen Gesetzmäßigkeiten folgen: als Direktanlage, als Fonds oder als Aktie.

Wachsendes Anlageuniversum, wachsende Ansprüche

Ein weltweiter Nachholbedarf der institutionellen und privaten Anleger nach einer diversifizierten Immobilienallokation hat die globalen Immobilienmärkte rasant wachsen und komplexer werden lassen. Die Anlagemöglichkeiten in Immobilien erweiterten sich extrem. Das dynamische Anlageuniversum, bestehend aus mehreren Tausend Investmentmöglichkeiten, erfordert ein tief greifendes, fundamentales und vor allem interdisziplinäres Immobilienwissen, um in der Vielzahl der Märkte und Angebote die strategisch geeigneten Investments sichtbar zu machen.

Marcard, Stein & Co hat diese Entwicklung frühzeitig erkannt und bereits vor Jahren ein erfahrenes, interdisziplinäres Immobilienteam gebildet. Immobilien- und Fondsexperten setzen ihr übergreifendes Fachwissen für eine ausgewogene Immobilienallokation ein, die über Länder, Sektoren, Investmentstile, Manager, indirekte und direkte Immobilienanlagen diversifiziert.

Auf diese Weise begegnen wir den steigenden Renditeerwartungen der Mandanten an diese Assetklasse. Die strategische Immobilienallokation hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Das Family Office adaptiert institutionelle Managementansätze und wendet diese pragmatisch auf die betreuten Immobilienvermögen an.

Exzellente Mitarbeiter sichern erstklassigen Marktzugang

Das breite Leistungsspektrum rund um das Thema Immobilien im Rahmen des Family Office ist bei Marcard, Stein & Co nahezu einzigartig. Unsere hauseigenen Fachleute sind Immobilienökonomen, die direkt aus der Immobilienindustrie kommen. Aufgrund ihrer langjährigen Berufserfahrung verfügen sie über ein Höchstmaß an Fachkompetenz und ein sehr gutes Netzwerk, das kontinuierlich gepflegt wird. So ist auch der Zugang zu Märkten mit hohen Eintrittsbarrieren möglich. Aus der Sicht des Family Office verfügen wir damit über ausgewiesene Spezialisten – aus der Perspektive der Immobilienindustrie sprechen und verhandeln wir mit den Marktteilnehmern auf Augenhöhe.

Umfassendes Leistungsspektrum

Auf Basis des Managementwissens um die Immobilien unterstützen wir die Familien im Rahmen aller Managementphasen – von Strategie über Analyse, Ankauf und Management sowie Controlling bis hin zum Verkauf – für direkte und indirekte Immobilieninvestitionen in allen erfolgskritischen Bereichen:

  • Selektion, Analyse, Management und Controlling von indirekten Immobilienanlagen wie institutionellen Fonds, Publikumsfonds sowie Immobilienaktien
  • Konzeption und Management von exklusiven Club Deals bzw. Private Placements der indirekten Immobilienanlage
  • Transaktionsberatung bei Direktinvestitionen: Akquisition, Steuerung von An- und Verkäufen, Steuerung von Großvermietungen, Strukturierung von Finanzierungen
  • Immobilienportfolio- oder Objektanalysen: quantitative und qualitative Immobilienanalysen, Chancen- und Risikoanalyse, Steuerung von Umsetzungsmaßnahmen
  • Immobilienmanagement: Auswahl von Verwaltungen, Steuerung der Verwalter, Vermietungskoordination, Steuerung von Modernisierungen und Instandhaltungsmaßnahmen
  • Immobiliencontrolling: Businessplan, Budgetplanung, Bewertung und Reporting

Direkte und indirekte Investments

Bei der strategischen Immobilienallokation unterscheiden wir zunächst direkte und indirekte Investments. Direkte Investments bedeuten physischen Besitz von Immobilien, indirekte Anlagen umfassen alle Arten von verbrieften Immobilien wie Fonds und Club Deals bis hin zu Immobilienaktien. In einem nächsten Schritt können die Investments genauer untergliedert werden: nach Ländern und Sektoren, sowie nach unterschiedlichen Investmentstilen, die auf Basis unterschiedlicher Renditeerwartungen und Risikoprofile definiert sind.

Wahrnehmung von Eigentümeraufgaben, Kombination von Investmentstilen

Durch die engagierte Beratung von Marcard, Stein & Co entstehen aktiv gemanagte Immobilienportfolios, in denen die verschiedenen Investmentstile für direkte und indirekte Immobilieninvestitionen ausgewogen und entsprechend den Kundenwünschen miteinander kombiniert sind. Die Steuerung und das Controlling des Immobilienportfolios werden so deutlich vereinfacht und der üblicherweise mit Immobilieneigentum verbundene, erhebliche Zeitaufwand sinkt fühlbar. Darüber hinaus ist bei der richtigen Zusammensetzung der Immobilienkomponenten auch eine vergleichsweise höhere Rendite möglich.

Nach oben